Offene Arbeit


In unserem Kindergarten gibt es keine festen Gruppen und Gruppenräume. Da wir
ein kleiner Kindergarten sind, ist das offene Prinzip ideal für uns.
Die Kinder können sich außerhalb der Projektzeiten in den Räumen frei bewegen
und spielen. Sie haben die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wo, was und mit wem
sie die Zeit verbringen möchten.

 

Groß und Klein können voneinander lernen – nicht nur im Spiel, sondern auch bei
alltäglichen Dingen, wie an- und ausziehen, Tischdecken, aufräumen. So eröffnen
sich täglich Orientierungs- und Nachahmungsmöglichkeiten für die Kinder. Sie lernen
sich gegenseitig zu helfen, sich für andere einzusetzen und Verantwortung zu
übernehmen. Hier entwickelt sich eine größere Eigenständigkeit und geringere
Abhängigkeit von Erwachsenen.

 

Die Kleinen lernen von den Großen vor allem im Bereich der Kommunikation,
Bewegung und der sozialen Grunderfahrung. Resilienz, Empathie und
Teamfähigkeit werden in jedem Alter gefördert und gestärkt.

 

Die nach Themenschwerpunkten eingerichteten Räume helfen den Kindern eigene
Stärken, Schwächen und Vorlieben zu entdecken. Beispielsweise können sich
Kinder, die sich gern bildnerisch/künstlerisch betätigen, im Kreativraum ausleben.
Kinder die gern konstruieren, finden auf der „Baustelle“ einen idealen Spielraum.
Auch in unseren Projekten setzen wir das offene Prinzip um. An den Projekttagen
werden 2 bis 3 themenorientierte Aktivitäten angeboten, welche mit den Kindern
entwickelt wurden. Die Kinder dürfen hier nach eigenen Interessen wählen. Eine
Teilnahme ist in den meisten Fällen gegeben. Da auch Angebote entwickelt wurden,
für die es eine Teilnehmer- und Altersgrenze gibt, lernen die Kinder Alternativen zu
finden. Diese Situationen sind andererseits auch Elemente sozialen Lernens.
In Situationen, in welchen Kinder eine besondere Förderung benötigen, unterstützen
die Pädagoginnen die Kinder darin, Angebote sowie Ideen aufzugreifen und auszuprobieren, um das Förderziel zu erreichen. (z.B. Sprachförderung, motorische
Förderung u.ä.)
Zu unserer offenen Arbeit gehört auch, dass die Eltern zeitnah über das laufende
Projekt informiert werden und auch in Projekte einbezogen werden.


Situationsorientierter Ansatz


Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den Kindergartenalltag interessant und
abwechslungsreich zu gestalten.

 

Das offene Prinzip bietet uns ideale Voraussetzungen um Projekte vielfältig und
situationsorientiert zu gestalten. Es werden in den Projekten und auch außerhalb
dieser, Aktivitäten und Lernmöglichkeiten angeboten, die das Kind ganzheitlich in
seinen körperlichen, emotionalen und sozialen Bedürfnissen ansprechen.
Wir greifen Themen aus dem Lebensbereich der Kinder auf und wollen auch ihren
Blick auf andere Lebensbereiche durch Angebote erweitern. Dabei sollen die Kinder
stets die Möglichkeit haben, Wünsche, Freude und Frohsinn, aber auch Trauer,
Ängste und Sorgen zum Ausdruck zu bringen.

 

Dabei sollen besonders Phantasie und Kreativität in allen Bildungs- und
Erziehungsbereichen (Sprache, math. Denken, Welterkundung, künstlerisches
Gestalten in Bild und Ton, Bewegung) der Kinder angeregt und gefördert werden.
Unsere Projekte werden geplant und gut vorbereitet. In die Vorbereitung werden die
Kinder miteinbezogen und können so Einfluss auf die Gestaltung der Projekte
nehmen. Wir versuchen möglichst viele Interessen zu befriedigen, sind aber auch
hier bestrebt soziale Fähigkeiten durch demokratisches Verhalten zu fördern.
Als christliche Einrichtung haben die Kirchenfeste eine wichtige Stellung in unserer
Arbeit. Dabei lassen wir stets den Kindern nahe stehende Themen aus ihrer
Alltagswelt (Familienleben, Geburtstag, Taufe, Namenstag, Hochzeit) einfließen.
In unserer Einrichtung erschließen wir gemeinsam mit den Kindern
Lernmöglichkeiten. Unser Kindergarten soll ein Stück Leben sein, „wo jedes Kind
experimentieren und ausprobieren kann, wo die Neugier der Kinder befriedigt werden
kann“. Ihre Entdeckungen und Erlebnisse bringen sie vielfältig künstlerisch und
spielerisch zum Ausdruck.